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Johann Mattheson (1681 – 1764)

Sonaten für 3 Klarinetten


Besetzung: 3 Kl.
Bearbeitung: Bernhard Kösling
Umfang: 5 Bände (5 Sonaten)
Herausgeber: Musikverlag Hans Jürgen Eckmeier
Schwierigkeit: Mittelstufe

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„Oh, mein Mattheson“ schrieb bewundernd G. P. Telemann über eine der erstaunlichsten Persönlichkeiten des frühen und mittleren 18. Jahrhunderts: Johann Mattheson, geboren am 28. 9. 1681 in Hamburg, dort gelebt und gewirkt, am 17. 4. 1764 ebenso dort gestorben und in der Kirche St. Michaelis beigesetzt. Schon zu Lebzeiten galt er als großer Organist und Kantor, vor allem aber seine zahllosen musiktheoretischen Schriften brachten ihm den Ruf als Vater der Musikwissenschaft ein. Bewundert von allen Zeitgenossen wegen seiner detaillierten Präzision im Umgang mit dem geschriebenen Wort war er auf der anderen Seite deswegen bei manchem genauso gefürchtet – er nahm nie ein Blatt vor den Mund und fürchtete sich auch nicht vor einer gehörigen Portion Polemik gegenüber Mitstreitern. Es bleiben bis heute von ihm zahlreiche Bücher, von denen man jeden Satz unverändert anwenden kann ohne dass er an Aktualität verloren hätte. Ein Beispiel? In dem wohl bekanntesten: „Der vollkommene Kapellmeister“ von 1739 schreibt er: „Die größte Schwierigkeit eines anderen Arbeit aufzuführen, bestehet wohl darin, dass eine scharfe Urteils-Kraft dazu erfordert werde, fremder Gedanken Sinn und Meinung recht zu treffen. Denn, wer nie erfahren hat, wie es der Verfasser selber gerne haben möchte, wird es schwerlich gut heraus bringen, sondern dem Dinge die wahre Kraft und Anmut oft dergestalt benehmen, dass der Autor, wenn er es selber mit anhören sollte, sein eigenes Werk kaum kennen dürfte.“ Die hier erscheinenden Sonaten sind 1708 als Sonaten op.1 für drei Blockflöten erschienen. Über diese Instrumente schrieb er 25 Jahre nach Entstehung dieser Werke: „Flöten sind gar nicht zu zwingen: deswegen sie auch am greulichsten dissonieren, und den Übel-Laut durch ihr gewöhnliches Geheule vermehren.“ Ob Mattheson frühe Klarinetten kennengelernt hat ist ungewiss, auf diesen Instrumenten gespielt sind die Sonaten jedoch ausgesprochen reizvoll – CLARIMONIA hat dies in zahlreichen Konzerten bestätigt. Auf modernen Instrumenten sind sie nicht weniger spannend als Alternative zum Trio-Einerlei der heutigen Tage.


Details :
  • Author : Matthias Ramsch
  • Category :
  • Date : 20. Oktober 2017