Cantuccini

Manchmal fragt man sich, wie es sein kann, dass ein Produkt so überraschend billig (oder auch teuer) sein kann. Prominentes Beispiel aus Deutschland ist natürlich die Milch und ihre Produkte. Und obwohl die Subventionierungen langsam weniger werden, möge jeder sich überlegen, was nach Abzug von Verpackung,Transport und Verdienstspanne noch für die Bauern übrig bleibt. Noch extremer ist wohl das Beispiel Mehl: Discounter bieten das für unter 40 Cent an, und keiner weiß wo das herkommt. Obwohl wir in einem dichtbesiedelten Land leben gibt es aber überall noch kleine Betriebe, die Milch lokal vertreiben oder Mühlen, die direkt verkaufen. Natürlich ist das teurer, aber man darf ja seine Ethikabteilung im Hirn auch mal anschalten, und wenn es womöglich noch besser schmeckt?

Cantuccini gehören in die andere Kategorie, denn sie sind ganz einfach zu machen und die Zutaten sind auch nicht teuer, der Ladenpreis aber geht bisweilen ins astronomische (mein Favorit: in der Schweiz 150gr für 8 Franken, bei coop, oder?).

250gr Mehl, 200gr Mandeln, 150gr Zucker, 1TL Backpulver, 30gr Butter, 2 Eier, 1 Flasche Bittermandelaroma, 1 Prise Salz

Mandeln häuten, alles zu einem Klumpen verkneten und 1 Stunde kaltstellen. Dann daraus 3-4 Würste rollen -so ,dass sie aufs Blech passen- und 10-15min bei 200 Grad backen. Erkalten lassen und in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden, diese nebeneinander flach auf das Backblech legen und nochmal 6-8min rösten, bis sie goldbraun sind.
Die passen nicht nur zu Vin Santo, sondern gehen bei jeder Gelegenheit gut!