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Philipp Meißner (1748-1816)

Duette für zwei Klarinetten


Umfang: 2 Bände
Besetzung: 2 Kl.
Bearbeitung und Herausgeber: Bernhard Kösling
Erschienen im Musikverlag Hans Jürgen Eckmeier
Schwierigkeit: Fortgeschritten

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Meißner kann ohne Zweifel als ein Musterbeispiel für einen reisenden Virtuosen bezeichnet werden. Er hat es geschafft, die positive Bedeutung der Klarinette im Musikleben entscheidend zu beeinflussen und die zur Verfügung stehende Literatur voran zu treiben.Meißner wurde im fränkischen Burgpreppach geboren, ging im Alter von 7 Jahren nach Würzburg, mit 12 Jahren bekam er „ein gutes Instrument“ und „Unterricht beim Hofklarinettisten Heßler“, dem Vater zum Dank hat er wohl wie der Teufel geübt, denn mit 16 spielte er beim Würzburger Fürstbischof, mit 18 ging es auf Reisen. Über Mainz, Mannheim und Straßburg kam er dann nach Paris, wurde Kammermusikus, Soloklarinettist der Oper und spielte bei allen erdenklichen Gelegenheiten. 1776 kehrt er nach Würzburg zurück und wird sofort als Hof- und Kammermusiker angestellt. Die  musikalischen Reisen werden auf Konzerte an den sächsischen Höfen, München und die Schweiz reduziert, im Vordergrund steht nun die Lehrtätigkeit in Würzburg.  Einer seiner zahlreichen Schülern ist A.Göpfert, der Widmungsträger dieser Duette ist, und der wiederum auch Klarinetten-Duette für seinen Lehrer komponiert hat. Noch lange nach seinem Tod wurde das Andenken an seinen Unterricht erhalten, noch lange gab es „Clarinettisten, die mit Ehrfurcht ihn ihren Meister nennen“.Die Musik Meißners mag heute bisweilen schlicht erscheinen, sie muss allerdings aus dem Blickwinkel ihrer Entstehungszeit betrachtet werden: Es gab noch nicht so viel Konzertliteratur für explizit Klarinette, man darf nicht vergessen, dass der große Klarinettenboom in Paris um X.Lefévre erst begann als Meißner wieder zu Hause war. Da war man über jede Komposition, welche gut geschrieben war und sich nicht nur im C-Dur Spektrum aufhielt,  dankbar. Die Virtuosität von Meißners Werken – und damit auch von seinem eigenen Können – wird überdeutlich, wenn man bedenkt, dass er selber noch eine frühe Klarinette mit nur 5 Klappen blies.
Zitate aus: Gerbers Tonkünstlerlexikon, 1812

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Details :
  • Author : Matthias Ramsch
  • Category :
  • Date : 20. Oktober 2017